Story

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Ein Hoch auf die Liebe

Unser Bier verleugnet seine Herkunft nicht und nutzt seinen Namen, um an die Geschichte vom „Düxer Bock“ zu erinnern. Deren Plot ist so zeitlos wie schön. Mitte des 16. Jahrhunderts schrieb Shakespeare mit „Romeo und Julia“ die Liebesgeschichte, deren Handlungsmuster in allen möglichen Varianten bis heute fortgeschrieben wird: Die Liebenden finden wegen ihrer verfeindeten Familien nicht zueinander. Wie bekannt endet die Story tragisch.

Story 01

 

Wenige Jahrzehnte bevor Shakespeare „Romeo und Julia“ schrieb, ereignete sich genau diese Geschichte im Rheinland. Um das Jahr 1510 lebte in Deutz, das heute zu Köln gehört, ein Schneider, dessen Einkünfte kaum ausreichten, um seine Familie zu ernähren. Darum suchte er nach einer weiteren Einnahmequelle – und züchtete Kanarienvögel, die sich ob ihres schönen Gesangs gewinnbringend veräußern ließen. Das Problem: Das Federvieh sang auch, wenn die Nachbarn noch schliefen.

 

 

 

 

 

Ein reicher Steuereinnehmer wurde so jeden Morgen aus dem Schlaf gerissen. Der Konflikt war vorprogrammiert: Während der eine seinen Schlaf nicht missen wollte, war der andere nicht bereit, auf seine Nebeneinnahmen zu verzichten. Der Streit eskalierte. Schließlich ging der übermüdete Steuereinnehmer zum Gegenangriff über: Er kaufte sich einen Ziegenbock. Den als „Düxer Bock“ bekannt gewordene Vierbeiner fütterte er so schlecht, dass das Tier mit lautem Gemecker sein Futter einklagte und den Gesang der Vögel übertönte. Die lautstarke Posse machte den Konflikt und die Streithähne stadtbekannt.

 

Story 02

Was die beiden Kontrahenten nicht wussten: Ihre Kinder hatten sich ineinander verliebt. Allerdings konnten sie sich nur heimlich sehen und wurden schließlich getrennt, als sich der Schneider, als Unterlegener im Streit, außerhalb der Stadt eine neue Existenz aufbauen musste. Erst Jahre später, nach dem Tod der Väter, trafen sich die beiden in Deutz wieder. Die alte Liebe entfachte neu und sie wurden, so die Story, für immer ein Paar.

Im Rheinland nimmt – anders als bei Shakespeare – die tragische Love-Story ein glückliches Ende. Seitdem erinnert der Düxer Bock, dem man in Rheinnähe ein Denkmal gesetzt hat, daran, dass Unmögliches möglich werden kann.
Wenn Liebe im Spiel ist.

 

 

Zur Erinnerung an die Geschichte stand bis zum Zweiten Weltkrieg am historischen Ort über dem Haus Siegburger Gasse Nr. 26 ein aus Eisenblech modellierter Bock. An Festtagen hing zudem noch eine Bockfahne am Giebel des Hauses. Die Fahne hat den Krieg überlebt und befindet sich heute im Kölnischen Stadtmuseum. Dort erinnert sie an die Geschichte vom Düxer Bock, wie nun auch ein Bier.

Story 03